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  August 2004 und viele Begegnungen
 
 
Am 01.08.2004 um 6.45 Uhr startete ich mit Frau, Tochter und unserem Neffen Karol Arndt wieder von Krumbach (Bayerisch Schwaben) zu meiner 25. Elbingfahrt. Die Strecke Krumbach-Michendorf bei Berlin (600 km) fuhren wir wieder nonstop durch. Ohne jeglichen Aufenthalt passierten wir den Grenzübergang Küstrin. Vor Chojnice, dem früheren Konitz bildete sich ein langer Stau. Nach einem Unwetter leitete die Feuerwehr den Verkehr wegen Überflutung großräumig um. Vor Malbork (Marienburg) bildete sich erneut ein langer Stau. Um 22.25 Uhr erreichten wir endlich unser Ziel Elbląg (Elbing). Unser erster Besuch galt Frau Gertrud Olszewska in Majewo (Maibaum). Dort waren Helga Engel mit Ehemann Rudolf aus Käterhagen in Mecklenburg-Vorpommern mit Tochter Christiane, deren Mann, Tochter und Enkelkindern zu Besuch.


Familientreffen bei Gertrud Olszewska in Majewo

Es folgten weitere Besuche in Majewo und in Milejewo (Trunz), um mit dem Ortsvorsteher von Majewo Jarosław Narnicki, dem stellvertretenden Bürgermeister von Milejewo, Mgr. Krzysztof Szumała und den Einwohnern von Majewo Mieczysława und Jerzy Boczarski und Agnieszka Kuczyk im Beisein von Rosemarie Kańkowska, der stellvertretenden Vorsitzenden der deutschen Minderheit in Elbing, die Vorbereitungen für die 700-Jahr-Feier im nächsten Jahr am 06. August 2005 zu besprechen.


Rosemarie Kańkowska, Erwin Vollerthun, Mieczysława und Jerzy Boczarski
und Mgr. Krzysztof Szumała (von links)

Ein weiterer wichtiger Termin war bei der Stiftung Elbing (Fundacja Elbląg). Hier konnte ich dem Präses der Stiftung, Herrn Arkadiusz Jachimowicz, Spenden im Gesamtwert von € 495,- überreichen. Die Spenden kamen von Dr. Hasso Döring aus Velbert, Rudolf Böhm jun. aus Ziemetshausen, Heinz Dreher aus Hannover, Ursula u. Horst Suckau aus Hamburg, Hildegard Dorsch aus Celle, Rainer Backeler aus Buch b. Illertissen und von mir selbst. Diesen Termin hatte Hilda Sucharska schon im Vorfeld für mich vereinbart. Beim Termin selbst stand mir Rosemarie Kańkowska sehr hilfreich zur Seite. Die Presse war auch wieder anwesend. Die Zeitung Dziennik Elbląski berichtete am nächsten Tag ausführlich darüber. Das regionale Fernsehen Vectra-EL brachte in seiner Nachrichtensendung eine längere Reportage und der Rundfunksender Radio EL berichtete an 2 Tagen hintereinan-der über diese Aktion.

Anschließend fuhren wir zum Altersheim in der ul. Toruńska (Thorner Weg). Dort konnte ich der Direktorin, Frau Mgr. Teresa Szymańska Medikamente und Infusionskanülen, die ich von Frau Dr. Wiebke Maurer aus Aletshausen bei Krumbach erhalten hatte, überreichen. Wie schon früher übergab ich auch einen Karton Medikamente von Herrn Ewald Frost aus Bersenbrück (früher Ellerwald), der diesen Karton schon vorher der deutschen Minderheit in Elbing hatte zukommen lassen.


Erwin Vollerthun, Rosemarie Kańkowska und Mgr. Teresa Szymańska, (Foto Edward Wiśniewski)

Von hier ging es gleich weiter zum Waisenhaus Dom Dziecka in der ul. Chrobrego, dem früheren Thumbergweg. Die Kinder des katholischen Kindergartens Maria Hilf in Krumbach basteln in der Adventszeit immer schöne Dinge, die dann auf dem Weihnachtsbazar verkauft werden. Der Erlös geht immer an verschie-dene wohltätige Einrichtungen. Auf Initiative von Frau Petra Andrasch-Tichy wurden mir für ein Kinderheim in Polen € 150,- übergeben. Diese Spende konnte ich nun dem Vizedirektor Mgr. Tadeusz Szuszkiewicz und der Verwaltungsleiterin Małgorzata Irzyk-Kierownik überreichen. Man freute sich sehr über diese Spende von den Kindern aus Krumbach.


Małgorzata Irzyk-Kierownik, Rosemarie Kańkowska,
Erwin Vollerthun und Mgr.Tadeusz Szuszkiewicz, (von links), (Foto Edward Wisńiewski)

Mehrmals war ich auch bei der Gesellschaft der deutschen Minderheit in Elbing. Herzlich begrüßt wurde ich auch von Hilda Sucharska, Rosemarie Kańkowska, Hannelore Grzankowska, Dora Mross, Karin Zielińska und den anderen Mitgliedern des Vereins. Sabine Hetz aus Zürich und Gerhard Liedtke aus Lübeck (Mitglied des Pangritz-Clubs) waren ebenfalls zu Gast. Auch hier konnte ich Spenden in Höhe von € 280,- überreichen. Die Spenden kamen von Ellen Humme aus München, Heinz Dreher aus Hannover, Hildegard Dorsch aus Celle, Dr. Hasso Döring aus Velbert und von mir. Ferner konnte ich auf die Wichtigkeit der deutschen Minderheit in Polen als Brückenbauer für die Verständigung hinweisen, gerade auch in Bezug auf die unglückseligen Äußerungen von Erika Steinbach (BdV). Mit Hilda Sucharska und Rosemarie Kańkowska fuhr ich auch nach Malbork (Marienburg). Dort traf sich der Gesamtvorstand der deutschen Minderheit Elbing und Pomesanien, d. h. Elbing, Marienburg und Marienwerder-Stuhm. Auch diese Vorstände zeigten sich sehr zufrieden über die Argumente, welche gegen ein Zentrum gegen Vertreibungen in Berlin sprechen.









Spendenübergabe:
Erwin Vollerthun und Rosemarie Kańkowska

















Vorstände der deutschen
Minderheit Elbing und Pomesanien:
- Georg Fritz (Marienburg),
- Hilda Sucharska (Elbing),
- Rosemarie Kańkowska (Elbing),
- Manfred Ortmann (Marienwerder),
- Mariola Łęgowska (Marienwerder)








Natürlich wurde auch die in der Heimat gebliebene Gertrud Piotrowicz geb. Schäfer in Iława (Dt. Eylau) besucht. Dort war auch der Maibaumer Manfred Jepp aus Freiburg i. Br. zu Gast.


Terenia Zielińska, Gertrud Piotrowicz, Manfred Jepp u. Heinz Zieliński (v.l.)

Natürlich trafen wir auch unsere Freundin u. Trauzeugin Katarzyna Stainos mit Tochter Anna-Maria aus Krumbach, die Familie Ewa, Weronika u. Andrzej Zieliński, sowie Renata Wyszyńska.

Die letzte Spendenübergabe erfolge bei der Armenküche Caritas in Elbing. Hier konnten insgesamt € 175,- überreicht werden. Gespendet haben hierfür Hildegard Dorsch aus Celle, Monika Wölk aus Bad Köstritz, Alfons Viehl aus Edelstetten und ich.
Frau Aleksandra Gierasimiuk aus Suchacz, eine Kollegin meiner Schwägerin, verfolgt seit Jahren meine Aktivitäten. So hat sie uns nach Suchacz (Succase) direkt am Haffufer eingeladen. Sie ist eine richtige Künstlerin. Bei dieser Gelegenheit konnten wir in der Ortsmitte ein Konzert miterleben, das der in Fachkreisen bekannte französische Musiker und Komponist Christoph Mege gegeben hat. Er verbrachte dort seinen Urlaub.







Małgorzata Vollerthun,
Kazimiera und Krzysztof Arndt,
Aleksandra u. Marta Gierasimiuk (v.l.)

















Christoph Mege











Natürlich erfolgte auch ein Besuch beim Generalvikar u. Domprobst Dr. Józefczyk. Der Hochwürdige Herr Bischof Dr. Jan Styrna war in diesen 2 Wochen leider nicht erreichbar.
In der 2. Woche wurde ein 2. Termin mit Herrn Jarosław Grabarczyk von der Zeitung Dziennik Elbląski vereinbart. Es war mir sehr wichtig, der Bevölkerung von Elbląg mitzuteilen, wie sehr ich gegen Erika Steinbach und das von ihr geplante Zentrum gegen Vertreibungen in Berlin bin und viele Landsleute ebenfalls diese Meinung vertreten. Es folgte ein schöner und ausführlicher Zeitungsbericht.
Weitere Besuche erfolgten bei Hilda Sucharska und ihrer 93-jährigen Mutter, Georg Zander, im Standesamt, bei Bożena Piklikiewicz in Buczyniec (Buchwalde), die auch den Andenkenladen im Hotel ELZAM und einen Stand auf Frauenburger Dom hat, sowie bei Zofia und Edward Wisńiewski, dem allseits bekannten Taxifahrer und bei Fam. Białowąs, Katarzyna Kulesa in der PIK-ART-Galerie im Hotel ELZAM und im Hotel Viwaldi.
Erholung war auch angesagt. An einem Tag waren wir mit der ganzen Familie in Stegna (Steegen) beim baden. Es waren sehr viele Leute dort und das Wasser der Ostsee war etwas kühl, aber dennoch angenehm.
Zum Schluß bedanke ich mich bei Hilda Sucharska und insbesondere bei Rosemarie Kańkowska für die viele Mühe, die die beiden Damen mit mir auf sich genommen haben.
Gewohnt haben wir in diesen 2 Wochen bei Kazimiera, Krzysztof u. Karol Arndt in der ul. Kościuszki, der früheren Wittenfelder Straße.
Am 14.08.2004 traten wir wieder unsere lange Heimreise nach Krumbach an.
Dies war wieder eine Reise mit vielen Begegnungen, die vor allen Dingen der Völkerverständigung diente.
Erwin Vollerthun
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