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St. Nikolaus
besuchte Kinder der deutschen Minderheit in Elbing
Das Treffen der Kinder unseres Vereins mit dem Nikolaus fand in diesem
Jahr am 5 Dezember statt. Zu dieser Veranstaltung kamen 26 Kinder. Die
jüngsten waren zwei und die ältesten vierzehn Jahre alt. Viele
Sprösslinge kamen als Schneeflöckchen, Zwerge u.dgl. verkleidet.
Zuerst haben sie aus Papier bunte Girlanden, Weihnachtsschmuck,
Tannenbäume und Nikoläuse gebastelt. Als sie mit der Arbeit fertig
waren, haben sie den Saal mit den „Werken“ dekoriert.
Dann kam der längst erwartete Nikolaus. Am schön geschmückten und hell
erleuchteten Tannenbaum wurden deutsche und polnische Weihnachtslieder
und Gedichte vorgetragen.
Lob gab es für die kleinsten, die ihre Texte innerhalb kurzer Zeit
auswendig lernen mussten und ohne Lampenfieber Einzeldarbietung gaben.
Der liebe Nikolaus hat jedem Kind ein großes Päckchen überreicht – die
Freude war groß.
Der Gesang der Weihnachtslieder war die Krönung der Begegnung mit dem
Nikolaus.
Die prachtvolle Durchführung der Veranstaltung war uns Dank der
finanziellen Unterstützung des Vereins „Heimatkreise Elbing - Stadt und
Elbing Land“ möglich. Der deutsche Verein bedankt sich recht herzlich
für die Förderung unserer Tätigkeit.


Vergangenheit in aller Munde
Die Kirche und der Friedhof in Zeyer (Gemeinde
Elbing) haben den Kampf gegen die Naturgewalten verloren – den
gegenmenschlichen Widerwillen und Vergessenheit aber gewonnen.
Das war ein wichtiges Ereignis für das ganze Dorf. An der Stelle, wo
sich einmal die evangelische Kirche und der dazu gehörende Friedhof
befanden, wurde am 22. August nach sieben Jahren der Bemühungen ein
Denkmal zu Ehren der dort Ruhenden errichtet. Das Denkmal entstand dank
den Bemühungen des ehemaligen Einwohners von Zeyer Ewald Frost, der
weitere, in Deutschland zerstreut lebende ehemalige Einwohner von Zeyer
versammelte, das nötige Geld organisierte und mit Unterstützung der
Gesellschaft der deutschen Minderheit Elbing sein Vorhaben, die Toten zu
ehren, vollendet hat. Zur feierlichen Enthüllung sind viele ehemalige
Einwohner von Zeyern und Ellerwald angereist. Das Denkmal enthüllte
Ewald Frost persönlich. Anlässlich der Feierlichkeit wurde auch ein
evangelischer Gottesdienst abgehalten. Für die Gemeinde Elbing legten
Genowefa Kwoczek (Gemeindevorsteherin) und Zdzisław Śmigielski
(Schultheiß) einen Kranz nieder, angereist war auch der Vizekonsul des
Generalkonsulates der BRD in Danzig Gerd Fensterseifer.
Die Kirche in Zeyer entstand laut den ersten Quellen in der frühen
Kreuzritterzeit und nach anderen Angaben im Jahr 1633. Sie war nicht nur
ein Gotteshaus, sondern auch Zuflucht für die Einwohner zu Zeiten von
Hochwasser, weil die Kirche höher als die übrigen Gebäude im Dorf
gelegen war. 1945 wurde die Kirche samt Friedhof von der Roten Armee
zerstört. Sie wurde nie wieder aufgebaut. Im Laufe der Zeit wucherten
auf den Gelände Sträucher und Bäume. Anfangs wollten die Behörden den
Plan eines Denkmals nicht akzeptieren.

Dann gab es doch eine positive Antwort und die Behörden haben sogar
angeordnet, das Gebiet aufzuräumen. Als das Unkraut beseitigt war,
wurden zerstörte Kreuze sichtbar. Der Anblick war sehr bedrückend. Für
die Renovierung des Friedhofs hatte niemand Geld, deshalb hat man einen
Mittelweg eingeschlagen: Die Pflanzen durften nachwachsen und ein Platz
für das Denkmal wurde festgelegt. Am 22. August wurde dieses enthüllt.


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