
Vertreter der Truso-Vereinigung aus Deutschland besuchten
Elbing im Juni dieses Jahres. Die TRUSO-Vereinigung für Elbinger Kultur und Wissenschaft der
früheren Bewohner der Stadt Elbing in Deutschland besuchte zum sechsten Mal im Rahmen einer
historisch-landeskundlichen Reise die Stadt. Im Sitzungssaal des Stadtamtes, der ehemaligen
Heinrich von Plauen Schule, wurden 45 Personen zählende Gruppe und zahlreiche Gäste von

Stadtpräsident Marek Gliszczyński willkommen geheißen. Er schilderte in anschaulicher Weise
die Wirtschaftliche Lage der Stadt und Zukunftsplanungen. Das Interesse an diesem Vortrag war
außerordentlich groß. Es wurden viele Fragen gestellt, die der Vizepräsident konkret beantwortete,
was große Kompetenz erkennen ließ. Anschließend berichtete der Vorsitzende der Truso Vereinigung,
Hans Jürgen Schuch, Münster, über die Stadtentwicklung in den letzten 50 Jahren bis 1945, nannte
Bevölkerungzahlen und die mehrfache Vergrößerung der Stadtfäche durch Eingemeindungen größerer
Randgebiete. Er zeigte z.B. auf, wann welche Kirchen, Schulen, Verwaltungsgebäude und
Wohnsiedlungen in dieser Zeit errichtet wurden, welche Stadtteile enstanden und nannte Planungen
der Jahre 1936/37 und 1941 für den weiteren Ausbau der Stadt.
Die Reisegruppe wurde durch Infulat Dr.
Jozefczyk durch Nikolaikirche geführt. In der Galereie EL (St.Marien) wurde sie von Direktor Opalewski
begrüßt. Die Stadtbibliothek, das Stadtmuseum, die Pauluskirche wurden besichtigt. Es waren Stätten der
Elbinger Stadtgeschichte, die viele Fragen auslösen.


Die recht sachkundliche Gruppe wurde außerdem in der evangelischen St. Annenkirche von Probst
Martin Pilch begrüßt. Dort schilderte Hans-Jürgen Schuch die schwere Zeit der deutschen Bevölkerung
1945/46 und übergab dem Probst einen Bericht des letzten deutschen evangelischen Pfarrers von St.
Annen über diese Zeit. Es fanden Besichtigungsfahrten durch die einzelnen Statdtteile und auch
durch den Landkreis statt. Sie führten sowohl in die Elbinger Niederung als auch auf die Elbinger
Höhe mit Besichtigungen der Kirchen in Pr. Mark und Dörbeck. Außerdem wurden Ausflugfahrten
unternommen nach Kahlberg und Neukrug, nach Danzig, Hela und Putzig und nach Slobitten.
Von Maldeuten wurde eine Fahrt über die Rollberge nach Elbing unternommen. Ein Treffen mit den
Mitgliedern der Gesellschaft der deutschen Minderheit in Stadt und Kreis Elbing zeigte die enge
Verbundenheit der Truso-Vereinigung mit diesem Menschen. An verschiedenen Gedenkstätten wie auf
dem Lapidarium, an dem Schichau-Gedenkstein und an der Pauluskirche wurden Blumengebinde
niedergelegt. Die ehemaligen Bewohner der Stadt Elbing nahmen nachhaltige Eindrücke mit in ihre
Wohnorte in Deutschland zwischen Bodensee und Flensburg, dem Rhein und Berlin mit. Die Reise mit
den zahlreichen Begegnungen und Gesprächen hat die Verbundenheit dieser Menschen mit ihrer
Heimatstadt erneuert und die Verständigung zwischen den beiden Völkern verstärkt.



Ein Empfang mit Abendessen in das Hotel Elzam
Teilnehmer: Mitglieder Truso-Vereinigung und
eingeladene Gäste (unter anderem der Vertreter
des Bürgermeisters - Marek Gliszczyński)